Jasmin Mösers Podcast für Selbstständige, Folge 50: Warum bleibt bei all der Arbeit nichts hängen?

Folge 50: Warum bleibt bei all der Arbeit nichts hängen?

Der Video-Podcast mit PLOPP-Effekt für Selbstständige und kleine Unternehmen. Tipps & Stories rund um Finanzen, Selbstmanagement und Selfcare – die drei Themen, die Selbstständige umtreibt. Kurz. Knackig. Pragmatisch. Jeden Mittwoch.
Mit Jasmin Möser – Die mit dem PLOPP-Effekt fürs Business.


Viel Arbeit, volle Tage – und trotzdem bleibt am Monatsende kaum etwas übrig? Dann liegt das Problem oft nicht daran, dass du zu wenig leistest. Sondern daran, dass deine Preise von Anfang an nicht die ganze Wahrheit über deine Arbeit enthalten.


Du arbeitest viel. Deine Tage sind voll. Du kümmerst dich um Kundinnen und Kunden, beantwortest Nachrichten, schreibst Angebote und Rechnungen, machst Buchhaltung, organisierst, planst, sichtest Unterlagen, bereitest Termine vor und versuchst nebenbei noch, sichtbar zu bleiben.

Und trotzdem schaust du am Ende des Monats auf dein Konto und denkst: „Wie kann es sein, dass ich so viel gearbeitet habe – und trotzdem bleibt unterm Strich so wenig übrig?“

Die ehrliche Antwort lautet oft nicht: Du arbeitest zu wenig. Sondern: Du hast deine Arbeit nie vollständig in deinen Preis eingerechnet.

Viele Selbstständige starten, weil sie ihren Beruf lieben. Sie wollen beraten, gestalten, behandeln, fotografieren, schreiben, begleiten, planen, unterrichten oder handwerklich arbeiten.

Und alles, was nach „Unternehmertum“ klingt – Kalkulation, Buchhaltung, Marketing, Vertrieb, Angebotsentwicklung, Rechnungen, Steuerunterlagen, Technik oder Organisation – fühlt sich zunächst eher wie lästiger Zusatzkram an.

Nach dem Motto: „Lasst mich doch einfach meine eigentliche Arbeit machen.“

Nur: Diese Aufgaben sind kein Zusatz. Sie sind Teil deiner Selbstständigkeit.

Und wenn sie in deiner Kalkulation nicht vorkommen, bezahlst du sie am Ende selbst – mit deiner Zeit, deiner Energie und deinem Gewinn.

Dein Preis bezahlt nicht nur die sichtbare Arbeit

Wenn du zum Beispiel eine Stunde mit einer Kundin arbeitest, besteht deine Leistung selten nur aus dieser einen Stunde.

Dazu kommen oft:

  • Vorbereitung und Nachbereitung
  • Kommunikation vor und nach dem Termin
  • Angebote, Rechnungen und Zahlungserinnerungen
  • Buchhaltung, Steuern und Dokumentation
  • Marketing, Content und Akquise
  • Weiterbildung und Qualitätsentwicklung
  • Tools, Software, Versicherungen und laufende Kosten
  • Zeiten, in denen du nicht fakturierbar arbeitest
  • Urlaub, Krankheit und unternehmerisches Risiko

Wenn du all das nicht mitdenkst, kann es passieren, dass dein Kalender voll ist, du Umsatz machst – aber wirtschaftlich trotzdem nicht wirklich vorankommst.

Dann ist dein Problem nicht mangelnder Einsatz. Dann steckt oft ein Kalkulationsfehler dahinter.


Der unsichtbare Grund: Dein Verhältnis zu Geld

Und manchmal geht es nicht nur um Zahlen. Manchmal steckt dahinter auch ein Gedanke wie:

„Ich möchte meinen Kundinnen und Kunden doch helfen.“

„Ich will mich nicht bereichern.“

„Kann ich dafür wirklich so viel verlangen?“

„Andere können das bestimmt günstiger.“

Wenn du deinen Beruf mit Herzblut machst und wirklich helfen willst, ist das verständlich. Gerade engagierte Selbstständige haben häufig einen hohen Anspruch an sich selbst und an die Qualität ihrer Arbeit.

Aber: Menschen gut zu helfen und fair bezahlt zu werden, schließen sich nicht aus. Im Gegenteil. Ein Business, das finanziell nicht trägt, kann auf Dauer auch niemandem wirklich helfen – nicht dir, nicht deiner Familie und nicht deinen Kundinnen und Kunden.

Denn wenn du dauerhaft zu günstig arbeitest, fehlt dir irgendwann die Kraft, die Zeit und der wirtschaftliche Spielraum, um wirklich gute Arbeit zu leisten.

Du darfst Geld für deine Arbeit verlangen. Du darfst deine Erfahrung, dein Wissen, deine Verantwortung und deine Zeit einpreisen. Du darfst ein Unternehmen führen, das nicht nur irgendwie überlebt, sondern dich auch verlässlich trägt.


Hör in die neue Podcast-Folge

In meiner aktuellen Podcast-Folge spreche ich darüber, warum bei vielen Selbstständigen trotz hoher Arbeitsbelastung kaum etwas hängen bleibt – und welche Denkfehler und unsichtbaren Kosten dabei oft eine Rolle spielen.

Es geht nicht darum, deine Preise einfach willkürlich zu erhöhen.

Es geht darum, endlich ehrlich hinzuschauen:

  • Welche Arbeit leistest du, die bisher niemand bezahlt?
  • Welche Kosten und Zeiten fehlen in deiner Kalkulation?
  • Und wo hält dich vielleicht ein ungutes Gefühl davon ab, wirtschaftlich gesund zu arbeiten?

Eine erfolgreiche Woche für Dich und einen schönen Start in den September.

Jasmin Möser
Die mit dem Plopp-Effekt fürs Business

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Jasmin Möser ist der Host von LÄuft! Wieder... dem Podcast für Selbstständige
überall wo es Podcasts gibt

Jasmin Möser (Dipl.-Betriebswirtin) begleitet Selbstständige und kleine Unternehmen durch schwierige Phasen – wenn die Existenzgrundlage gefährdet ist, hilft sie digital oder persönlich vor Ort. Ehrlich, direkt und mit einem seit 2007 hundertfach erprobten Fahrplan.

Ihre Kernthemen: Finanzen, Organisation und Motivation. Ihr umfangreiches Wissen gibt sie weiter in ihrem wöchentlichen Podcast, ihrem Buch & Webinar, in ihrem Onlinekurs und der persönlichen Beratung. Deutschlandweit.